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Samstag, 26. Oktober 2013

+++WM 2014, oder Deutschland als weißes Ballett und rot-schwarzes Streifenhörnchen+++


Erst in ein paar Wochen wird Adidas die Trikots der deutschen Nationalmannschaft für die WM 2014 in Brasilien präsentieren.

Doch im Internet auf der Seite www.footyheadlines.com kursieren bereits Bilder. Und die sind revolutionär!


Auf den Ausweich-Trikots (derzeit grün) sind große breite rot-schwarze Streifen zu sehen. Das Design erinnert an ein Trikot der brasilianischen Klub-Mannschaft Flamengo Rio de Janeiro. Damit will sich der DFB in Brasilien als guter Gast zeigen.

Das Heimtrikot ist ganz in Weiß gehalten und hat in Anlehnung an die Nationalfarben einen schmalen Brustring, in dem Rot dominiert, aber auch Schwarz und Gold eingearbeitet sind.
Völlig neu: Auch die Hosen des Heimtrikots sind komplett weiß. Damit wird die DFB-Auswahl ein weißes Ballett.
Adidas-Medienchef Oliv
er Brüggen: „Das neue DFB-Trikot wird Mitte November vorgestellt. Bis dahin bitten wir um Verständnis, dass wir uns nicht öffentlich dazu äußern werden.“

Das Internet ist ihm zuvorgekommen.

Sonntag, 29. September 2013

+++Nichts für schwache Nerven+++


Dieses Bild ist nichts für schwache Nerven!

Darauf zu sehen: Ex-Bundesliga-Star Ferydoon Zandi (35) brach sich im Liga-Spiel seines Klubs Al-Ahli gegen Muaither in der Katar-Liga den Knöchel.
Horror-Verletzung bei Ex-Bundesliga-Star!
Entsetzt blickt der Deutsch-Iraner (für Iran bei der WM 2006) auf seinen linken Fuß. Sein Knöchel ist gebrochen, steht im 90-Grad-Winkel vom restlichen Bein ab.
Selbst Spieler der generischen Mannschaft schlagen beim Anblick der Verletzung entsetzt die Hände vors Gesicht. Mit einer Trage wird der gebürtige Emdener (fünf U21-Länderspiele für Deutschland) vom Feld gebracht.
Zandi spielte von 1998 bis 2007 im deutschen Profi-Fußball, absolvierte unter anderem 55 Bundesliga-Spiele für Freiburg und Lautern. 2012 wechselte der Mittelfeldspieler aus seiner Heimat Iran nach Katar.
Nach dieser schweren Verletzung kann man nur hoffen, dass Zandi noch einmal in den Fußball zurückkehrt...

Montag, 2. September 2013

+++TRANSFER-HAMMER: Mesut Özil wechselt für rund 47 Mio. Euro zu Arsenal London+++


Der Transfer-Hammer ist perfekt!

Nach Lukas Podolski (28) und Per Mertesacker (28) wechselt jetzt auch Mesut Özil (24) zum FC Arsenal.
Nach Presse-Informationen ist der Transfer durch, um 17.30 Uhr deutscher Zeit wird der Klub den Wechsel verkünden.
Die „Gunners“ sollen laut britischen Medienberichten rund 47 Mio Euro Ablöse zahlen. Das Jahresgehalt des deutschen Nationalspielers soll bei 7 Mio liegen, der Vertrag soll fünf Jahre laufen.
Übrigens: Mit seinem Einkommen soll Özil das Gehaltsgefüge bei Arsenal angeblich ordentlich durcheinander bringen.

Özil zu Arsenal – was steckt hinter diesem Mega-Transfer?

Der Spielmacher bekannte sich im Interview vor wenigen Tagen noch zu Real: „Ich möchte hier gerne klarstellen: Ich habe keine Sekunde an einen Wechsel gedacht. Es war von Anfang an klar, dass ich bei Real bleibe. Für mich kommt kein anderer Klub in Frage!“
Trotzdem setzte ihn Reals Neu-Trainer Carlo Ancelotti (54) am Sonntag gegen Athletic Bilbao (3:1) 90 Minuten auf die Bank. Zudem verpflichteten die Spanier 100-Mio-Mann Gareth Bale (24).
Özil spürte zuletzt kein Vertrauen mehr bei Real. Jetzt will er bei Arsenal den Neustart!
Und sorgt mit dem Last-Minute-Transfer für den Hammer!

Freitag, 30. August 2013

+++Transferhammer für Schalke 04, oder Milan-Star Kevin-Prince Boateng wechselt zu den Königsblauen+++


Die Königsblauen stehen unmittelbar vor der Verpflichtung von Mailand-Star Kevin-Prince Boateng (26). Der Halb-Bruder von Bayern-Star Jerome Boateng ist bereits beim Medizin-Check auf Schalke!

Kevin-Prince Boateng zu Schalke!

Gerade erst noch schoss der Offensiv-Star (Vertrag bis 2015 bei den Italienern) den AC Mailand mit zwei Toren in der Champions-League-Quali gegen PSV Eindhoven in die Gruppenphase der Königsklasse – jetzt streift er sich bald das Trikot von Schalke über und ist auch in der Champions League für die Königsblauen spielberechtigt.
Kevin-Prince Boateng zu Schalke – ein Transfer-Hammer kurz vor dem Ende der Transferperiode!
Denn: In drei Tagen schließt der Transfermarkt. Welcher Klub braucht noch Verstärkung, wer will noch wen loswerden?

Bayer Leverkusen zum Beispiel. Die Rheinländer verstärken sich im Angriff, holen Eren Derdiyok (25) zurück.
Der Hoffenheimer kehrt auf Leihbasis zurück zu seinem alten Arbeitgeber, bleibt für den Rest der Saison. Von 2009 bis 2012 stürmte der Schweizer bereits für Bayer, schoss in 90 Ligaspielen 25 Tore und bereitete 14 vor. Hoffenheims Ex-Trainer Markus Babbel holte Derdiyok dann für rund fünf Millionen vom Rhein in den Kraichgau.
Dort aber wurde er nie richtig glücklich, kam nur 19 Mal zum Einsatz – darunter 13 Einwechslungen. In den vergangenen Wochen musste er sogar in der sogenannten Trainingsgruppe 2 sich fit halten, wurde aussortiert.

+++Ribèry Roi d´Europe, oder Frankreich feiert "König Franck"+++


Franck Ribéry hat es geschafft: Der Star von Bayern München hat nach dem Triple nun auch den persönlichen Titel Europas Fußballer des Jahres gewonnen. In seiner Heimat Frankreich wird der 30-Jährige als „König von Europa“ gefeiert.

Franck Ribéry setzte erst sein schelmisches Grinsen auf und atmete dann ganz tief durch. Mit der Auszeichnung zu Europas Fußballer des Jahres 2013 hat sich der Dribbelkünstler vom FC Bayern München einen großen persönlichen Karrieretraum erfüllt. Bei der festlichen Gala im Grimaldi Forum von Monaco wurde der Franzose am Donnerstagabend für seine außergewöhnlichen Leistungen in der Triple-Saison des deutschen Rekordmeisters geehrt. Dem vierfachen Weltfußballer Lionel Messi blieb nur die Rolle des fairen Gratulanten. Der ebenfalls geschlagene Cristiano Ronaldo wollte sich nach 2011 und 2012 offenbar keine weitere Wahlniederlage auf der Showbühne antun und hatte seine Teilnahme kurzfristig abgesagt.

Ribéry – elegant gekleidet im schlichten schwarzen Anzug – konnte das egal sein. Nach Meistertitel, Pokalsieg und Champions-League-Triumph mit seinen Bayern wurde ihm nun die individuelle Ehrung zuteil. „Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für mich. Ich freue mich sehr“, sagte der 30-Jährige kurz nach der Verkündung des Wahlergebnisses durch Uefa-Präsident Michel Platini. Ribéry stellte aber auch klar, dass die Auszeichnung ohne sein Team nicht möglich gewesen wäre. „Ich danke den Menschen beim FC Bayern, den Fans und auch meiner Frau und meinen Kindern.“

„Fränckie hat es verdient“, meint Beckenbauer

„Er ist herzlich willkommen im Club der Ausgezeichneten. Wenn es einer verdient hat in diesem Jahr, dann ist es Fränckie. Er war nicht nur der beste Spieler in der besten Mannschaft. Er hat auch alles gewonnen“, sagte Fußball-Legende Franz Beckenbauer im TV-Sender sky. „Ich glaube, dass er mit einer noch breiteren Brust auftreten wird. Diese Auszeichnung tut ihm sehr sehr gut.“

In seiner Heimat Frankreich, in der Ribéry hart um Anerkennung kämpfen musste, wird er nun auch gefeiert. Die Sportzeitung „L´Équipe“ schreibt: „Ribéry Roi d´Europe“ – Ribéry König von Europa.

53 Journalisten aus UEFA-Mitgliedsländern durften ihre Stimme abgeben. In der ersten Wahlrunde im August waren die Bundesliga-Profis Arjen Robben, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger auf den Plätzen vier bis sieben gelandet.

Nachfolger von Sammer und Matthäus

Die Auszeichnung für Ribéry ist nun auch die nächste Anerkennung eines erfolgreichen Fußball-Jahres für die Bundesliga. Erstmals seit Matthias Sammer 1996 konnte wieder ein in Deutschland spielender Profi eine internationale Trophäe für einen Einzelspieler in Empfang nehmen. Oliver Kahn hatte zuletzt 2002 den Sprung unter die besten Drei geschafft. In Ribéry wurde zum zehnten Mal ein Bundesliga-Spieler gewählt, 1990 hieß der Sieger zudem Lothar Matthäus, der damals bei Inter Mailand spielte.

In seinem Heimatland Frankreich ist Mittelfeldmann Ribéry der fünfte Europasieger und tritt auch in die Fußstapfen des heutigen UEFA-Bosses Michel Platini (1983-85) und von Zinedine Zidane (1998). Deutschlands Fußballer des Jahres war Ribéry bereits 2008 geworden. In Frankreich holte er den nationalen Titel 2007 und 2008.


Die Uefa-Ehrung ist persönlicher Höhepunkt für Ribéry in einer bewegten Karriere. Erst kürzlich berichtete er, wie schwer es war aus einfachsten Verhältnissen in Boulogne-sur-Mer in die Fußball-Glitzerwelt aufzusteigen. Auch in der Nationalmannschaft war es für ihn nicht immer leicht. Als ein vermeintlicher Anführer der Spieler-Revolte bei der WM 2010 in Südafrika wurde er für drei Spiele gesperrt. Eine Prostituierten-Affäre schadete zusätzlich seinem Image. Doch Ribéry verkraftete alle Rückschläge und spielte 2012/13 die wohl beste Saison seiner Karriere.

Kurz nach der Auslosung zur neuen Champions-League-Saison wurde Ribéry ausgezeichnet und konnte sich in Video-Clips nochmals an die großen Momente bis zum Finale von London gegen Borussia Dortmund (2:1) erinnern. Elf Tore standen für ihn insgesamt in allen Wettbewerben zubuche und damit deutlich weniger als für seine Finalkonkurrenten Messi (60) und Ronaldo (60) beim FC Barcelona und bei Real Madrid. Doch im Gegensatz zu früheren Uefa- oder Fifa-Wahlen wurde diesmal von den Juroren nicht primär das Einzelkönnen als Goalgetter beurteilt, sondern die Gesamtleistung und die Titelzahl mit dem Club. Und da lag Ribéry eindeutig vorne.

Ribéry träumt vom goldenen Ball

Diese Tatsache kann Ribéry Hoffnung machen auf eine noch prestigeträchtigere Auszeichnung, wenn am 13. Januar 2014 in Zürich der Weltfußballer gewählt wird. „Von diesem goldenen Ball träume ich schon seit vielen Jahren“, sagte Ribéry bereits in dieser Woche „bundesliga.de“.

Im Gegensatz zu der Fifa-Wahl ist der Titel als Europas Fußballer des Jahres nämlich noch nicht in gleicher Weise anerkannt. Platini sorgte für die Neuerschaffung, nachdem der 1956 erstmals initiierte Wettbewerb um den Ballon d´Or 2010 von der Fifa übernommen wurde. Daher ist Ribéry offziell auch erst der dritte Gewinner des „Uefa Best Player in Europe Awards“ nach Messi 2011 und Andres Iniesta 2012.

+++Der Kampf der Giganten, oder die Gladiatoren der beiden Alphatiere+++


Alles gesagt!

Lasset die Spiele beginnen!

Donnerstag, 29. August 2013

+++Wer ist Europa´s bester Fussballer? Heute wird gewählt+++



Drei Spieler dürfen sich noch Hoffnungen machen: Lionel Messi, Franck Ribery und Cristiano Ronaldo stehen am Donnerstag zur Wahl. 

Wird es ein Zweikampf? Franck Ribery (r.) und Lionel Messi dürften die Favoriten sein!

Ginge es darum, wer die meistern Titel in der vergangenen Saison gewonnen hat, dann wäre Franck Ribery der Sieg bei der Wahl zu Europas Fußballspieler des Jahres sicher. Der Franzose geht am Donnerstag als einziger Vertreter des Triple-Siegers Bayern München in die Endausscheidung zu Europas Fußballspieler des Jahres. Aber Ribéry hat ein Problem: Ist er wirklich der alles entscheidende Mann in einem starken Bayern-Ensemble und somit ein würdiger Gewinner der Wahl?

Für seinen wohl härtesten Konkurrenten Lionel Messi spricht, dass er trotz einer vergleichbar schwachen Saison des FC Barcelona mit dem bitteren Halbfinal-Aus gegen Bayern München in der Champions League und lediglich dem Meistertitel als Trost persönlich immer neue Torrekorde aufgestellt hat. Aber reicht das für die nächste Persönlichkeitswahl für den vierfachen Weltfußballspieler des Jahres?

Cristiano Ronaldo hat derweil die wohl schlechteste Ausgangsposition. Der Portugiese hat mit Real in Meisterschaft und Champions League die großen Ziele verfehlt. Aber er erwähnt wohl etwas zu oft, dass er sich sowieso für den Besten hält und die Wahlen von Messi immer wieder falsch waren.

Aber entscheiden Sie selbst! Vielleicht sind Sie ja gar der Meinung, dass eigentlich ein anderer Triple-Sieger aus München in der Endausscheidung hätte stehen müssen?

Sonntag, 18. August 2013

+++Miroslav Klose zurück in die Bundesliga?+++


Das wäre ein Hammer!

Miroslav Klose (35), derzeit in Diensten des italienischen Pokalsiegers Lazio Rom, denkt über eine Rückkehr in die Bundesliga nach – und zwar laut.
Der Nationalstürmer (128 Spiele/67 Tore) in der „Gazetta dello Sport“ vielversprechend: „Ich könnte bleiben oder nach Deutschland zurückkehren. Das werden wir nach Saisonende sehen.“
Einen vorzeitigen Wechsel schließt Klose allerdings aus. „Im Moment denke ich nur daran, meinen Vertrag zu erfüllen.“ Auch eine Verlängerung des bis 2014 laufenden Kontrakts sei möglich.
Klose vor der Rückkehr nach Deutschland?

Seit zwei Jahren spielt der gebürtige Pole inzwischen in Italien, erzielte in 69 Pflichtspielen 32 (!) Tore, gewann mit den Römern in der vergangenen Saison den Pokal.
Im Supercup geht es heute (21 Uhr) gegen Juventus Turin.

Ein Spiel, das sich Klose auch getrost von der Tribüne aus angucken könnte – zumindest, wenn man der Statistik glaubt: In seiner Karriere hat der Ex-Bayer in sieben Spielen noch nie gegen den italienischen Rekordmeister getroffen.

Ob sich das ändert? Nach den Aussagen Kloses wird der eine oder andere Bundesligist bestimmt etwas genauer hinschauen...

Mittwoch, 14. August 2013

+++Jupp Heynckes lehnt 24 Mio. Euro Angebot von Paris St.Germain ab, oder einfach nur Charakter+++


Bayerns Triple-Coach Jupp Heynckes (68) hätte zum bestbezahltesten Trainer aller Zeiten werden können!

Wie die spanische Sport-Zeitung „Marca“ berichtet, bot der französische Top-Klub Paris St. Germain dem ehemaligen Bundesliga-Coach 24 Mio Euro Gehalt pro Jahr.

Nasser Al-Khelaifi (39), Klub-Boss vom Hauptstadt-Klub, soll bei Heynckes nach der letzten Saison angefragt haben. Doch Heynckes habe nicht lange überlegt und klar mit „Nein“ geantwortet.
Heynckes lehnte 24-Mio-Euro-Angebot ab und bleibt lieber auf seinem Bauernhof!
Zum Vergleich: Star-Trainer José Mourinho (50) bekam in der letzten Saison 14 Mio Euro pro Jahr bei Real Madrid und Kollege Carlo Ancelotti (54) bei PSG 12 Mio Euro...
Von der Heynckes-Absage profitierte der Franzose Laurent Blanc (47). Er bekam den Job in Paris.

Donnerstag, 8. August 2013

+++MOURINHO WILL KHEDIRA, oder Chelsea bietet 48 Mio. EUR für Khedira und Morata+++


Seit Tagen gibt es Gerüchte, jetzt offenbar ein konkretes Angebot. Am Rande eines Testspiels zwischen dem FC Chelsea und Real Madrid (1:3) am Mittwoch in Miami sollen erste Verhandlungen über einen Transfer von Sami Khedira nach London stattgefunden haben. Wie das Madrider Blatt Marca berichtet, biete Chelsea insgesamt 48 Millionen Euro für Khedira und Reals Stürmer-Talent Alvaro Morata.

Drahtzieher des möglichen Deals dürfte José Mourinho sein, der Real Madrid im Sommer verlassen hatte und inzwischen Trainer beim FC Chelsea ist. Es ist bekannt, dass der Portugiese den deutschen Nationalspieler sehr schätzt. Auch Khedira hatte Mourinho in der Vergangenheit immer wieder gelobt, selbst nach dessen unrühmlichen Abschied aus Madrid. Während die meisten seiner Real-Kollegen sich  mit Mourinho zerstritten hatten, lobte ihn Khedira erst kürzlich wieder in höchsten Tönen: "Ich habe sehr gern mit ihm gearbeitet und schätze ihn sehr."

Neben der gegenseitigen Wertschätzung gibt es noch andere Gründe, die für einen Khedira-Wechsel zu Mourinho und dem FC Chelsea sprechen. Der Portugiese plant offenbar mit dem gleichen 4-2-3-1-System, das er in der vergangenen Saison in Madrid spielen ließ. Mit Juan Mata, Eden Hazard und Oscar kommen für das zentrale Mittelfeld drei technisch begabte Spieler mit Offensivdrang in Frage. Was Mourinho fehlt, ist dagegen ein Spieler, der vor allem in der Defensive auch körperlich dagegen halten kann. Dieser Spieler könnte Sami Khedira sein.

Auch Real Madrid könnte ein Interesse daran haben, Khedira zu verkaufen. Zwar gehörte der 27-Jährige in der vergangenen Saison zum Stammpersonal, doch hat Reals neuer Trainer Carlo Angelotti inzwischen jede Menge Alternativen im defensiven Mittelfeld. Um den freien Platz neben dem wohl gesetzten Xabi Alonso kämpfen unter anderem Luka Modric und die beiden Zugänge Asier Illarramendi und Casemiro. Und noch etwas spräche für einen Khedira-Transfer: Sollte Real Madrid tatsächlich mehr als 100 Millionen Euro für Tottenhams Gareth Bale ausgeben, könnten die Spanier ein bisschen Geld sicher gut gebrauchen.

Dienstag, 6. August 2013

+++RIBÉRY FORDERT MESSI & RONALDO HERAUS+++


Bayerns Franck Ribéry (30) greift nach den Sternen des europäischen Fußballs...
Aus 10 mach 3: Die Uefa hat die Top 10 ausgesiebt und die drei Kandidaten bekannt gegeben, die die Wahl zu „Europas Fußballer des Jahres“ unter sich ausmachen.

Und auch hierbei erkennbar: Europa zeigt sich beeindruckt von der starken Triple-Saison des FC Bayern. Münchens Franck Ribéry hat es unter die drei besten Fußballer des Kontinents gepackt.
Der Bayern-Star bekommt es nach der Vorauswahl nun allerdings mit den beiden größten Namen des Weltfußballs zu tun: Lionel Messi (26 / FC Barcelona) und Glamour-Boy Cristiano Ronaldo (28 / Real Madrid).

Nicht mehr im Rennen dabei um die Auszeichnung zu „Europas Fußballer des Jahres“ sind derweil die Bayern-Stars Bastian Schweinsteiger (Platz 8), Thomas Müller (Platz 6), Arjen Robben (Platz 5) sowie Dortmunds Robert Lewandowski (Platz 4).
Damit wartet Deutschland auch 17 Jahre nach Matthias Sammer auf einen Titelträger aus der Bundesrepublik. Der heutige Bayern-Sportvorstand hatte 1996 mit dem BVB die deutsche Meisterschaft und mit der Nationalmannschaft den EM-Titel gewonnen und war daraufhin zu Europas Fußballer des Jahres gewählt worden.

Die Auszeichnung wurde dabei erst im Jahr 2011 und auf Initiative von Uefa-Präsident Michel Platini wieder ins Leben gerufen. Zuvor war die Auszeichnung „Europas Fußballer des Jahres“ 2007 zugunsten der „Weltfußballer-Wahl“, dem „Ballon d'Or“, eingestellt worden.

Überreicht wird der Preis am 29. August in Monaco während der Auslosung der Champions-League-Gruppenphase. In der Jury sitzt je ein Sportjournalist aus jedem der Uefa-Mitgliedsverbände.
Dann greift Franck Ribéry nach dem Triple mit Bayern nach den Sternen des europäischen Fußballs...

Donnerstag, 1. August 2013

+++CRISTIANO RONALDO WAR GESTERN, oder Real Madrid zahlt 120 Mio. EUR für GARETH BALE+++


Gareth Bale wechselt von den Tottenham Hotspur zu Real Madrid – für 120 Millionen Euro. 

Nach zähen Verhandlungen haben die beiden Vereine am Donnerstagmittag eine Einigung erzielt, berichtet die spanische Sportzeitung „As“. Es ist der teuerste Transfer der Fußballgeschichte.

Es waren zähe Verhandlungen, jetzt haben sich Real Madrid und Tottenham Hotspur offenbar geeinigt: Spurs-Star Gareth Bale darf nach Spanien wechseln, die „Königlichen“ werden aber kräftig zur Kasse gebeten. Der Transfer soll ein Gesamtvolumen von 120 Millionen Euro haben – und würde damit den von Madrid selbst aufgestellten Rekord (2009 zahlten sie für Cristiano Ronaldo 94 Millionen Euro an Manchester United) übertreffen. Das berichtet die spanische Sportzeitung „As“ am Donnerstagmittag. Tottenham-Chef Daniel Levy habe die Rekordofferte angenommen.

Wochenlang hatten die Clubs um den walisischen Nationalspieler, der in London noch Vertrag bis Juni 2016 hatte, gefeilscht. Die jetzige Übereinkunft soll mündlich erzielt worden sein. Wie der Transfer des 24-Jährigen genau gestaltet werden soll, werde noch bestimmt. Eine Zahlung der gesamten Transfersumme von Madrid nach London steht nicht zur Debatte, sie soll auch im Austausch mit Spielern beglichen werden. Spurs-Trainer André Villas-Boas soll Interesse an den Real-Stars Angel Di Maria und Fabio Coentrao angemeldet haben.

Gareth Bale wurde im April zu Englands „Fußballer des Jahres 2013“ gewählt. Der Linskfuß hat eine überragende Saison hinter sich und gilt mit seiner Schnelligkeit als Waffe im linken Mittelfeld. „Er ist einer der drei oder vier besten Spieler in Europa“, meint Real-Torwart Iker Casillas.

Montag, 29. Juli 2013

+++FC BAYERN VERSTÄRKT DIE ABWEHR, oder das 40 Mio. EUR Gebot für David Luiz+++


Gerade erst haben die Bayern vier Tore im Spiel um den Supercup kassiert, und schon könnte ein starker neuer Verteidiger im Anmarsch sein. 

Denn wie der „Telegraph“ in England berichtet, soll Münchens Trainer Pep Guardiola großes Interesse am Brasilianer David Luiz vom FC Chelsea haben. Am Wochenende, schreibt das Blatt, habe es eine erste Kontaktaufnahme zu dem Mann gegeben, den auch Guardiolas Ex-Club FC Barcelona kaufen will – dem Vernehmen nach seien die Bayern bereit, 40 Millionen Euro für den 26-Jährigen zu bezahlen.

Donnerstag, 11. Juli 2013

+++THIAGO ALCANTARA, oder das Barca-Juwel zu Bayern?+++


Beim FC Bayern bahnt sich der nächste Transfer-Hammer an!

Neu-Coach Pep Guardiola (42) bestätigte auf der Abschluss-Pressekonferenz des Trainingslagers in Trentino spanische Medienberichte, dass der deutsche Rekordmeister großes Interesse an Thiago Alcantara (22) vom FC Barcelona hat.

Guardiola hat schon mit Matthias Sammer und Karl-Heinz Rummenigge über den Mittelfeldspieler gesprochen, um zu gucken, ob ein Wechsel machbar ist. „Ich will ihn holen! Wir brauchen ihn!“
Der nächste Bayern-Hammer! Das wäre ein Mega-Transfer, Manchester United und Real Madrid wären aus dem Rennen! „Ich kenne ihn gut, er ist ein sehr guter Spieler“, lobte Guardiola seinen Wunschspieler Alcantara.

Mehrere spanische Medien hatten berichtet, dass sich der deutsche Rekordmeister schon so gut wie einig mit Thiago sein soll. So titelte die katalanische Sportzeitung „Sport“ am Morgen auf ihrer Website, dass der Mittelfeldspieler „mit einem Bein schon bei den Bayern ist“.
Seit Wochen war immer wieder über einen Weggang von Alcantara spekuliert worden. Neben Manchester United und Real Madrid war auch der FC Bayern mit dem Barca-Juwel in Verbindung gebracht worden. Nun also das bestätigte Interesse!

Der Radiosender „Cadena Cope“ war konkret in seinem Bericht. In der Sendung „El Partido de las 12“ sagte der spanische Sport-Journalist Juanma Castano, dass Thiago schon Angebote von Manchester United und Real Madrid abgelehnt und sich für den FC Bayern entschieden hat.

In Gesprächen mit dem neuen Coach Pep Guardiola ließ er sich vom Neu-Coach überzeugen, der mit ihm im zentralen Mittelfeld plant. Javi Martinez soll dafür vom defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung rücken. Pikant: Alcantara wird auch von Pep Guardiolas Bruder Pere beraten.

Als Ablösesumme sind 20 Millionen Euro im Gespräch, als Jahresgage vier Millionen...

Dienstag, 2. Juli 2013

+++10 JAHRE ABRAMOWITSCH IN CHELSEA, oder 1 Milliarde Euro Fußballspaß+++


Lange Zeit war der FC Chelsea ein ganz normaler englischer Traditionsklub. Mit eingefleischten Fans, engem Stadion und eigenem Vereins-Pub – wie das eben so ist auf der Insel.

Sportlich dümpelten die „Blues“ Jahr für Jahr im Premier-League-Mittelfeld, international nahm man von dem Verein nie so recht Notiz. In Deutschland aber genau ein Mal: 1998 gewann der Klub von der Stamford Bridge den mittlerweile abgeschafften „Europapokal der Pokalsieger“ gegen den VfB Stuttgart (Trainer: Joachim Löw) mit 1:0.
Wahrscheinlich wäre es mit dem FC Chelsea ewig so weiter gegangen. Wenn nicht ein russischer Milliardär etwas dagegen gehabt hätte....

Vor zehn Jahren – am 1. Juli 2003 – stieg Roman Abramowitsch (46) bei den Blues ein, kaufte den Klub für 210 Millionen Euro. Klares Ziel: Das Mauerblümchen aus dem Londoner Westen sollte zu einer der ersten Adressen im europäischen Fußball werden. Und das ließ sich der Oligarch einiges kosten, pulverte Jahr für Jahr Kohle in den Klub: bis heute über 831 Millionen Euro.

Gelohnt hat sich das Ganze. Chelsea gehört heute zur Fußball-Elite. Unter Abramowitsch wurden die Blues dreimal Meister (2005, 2006 und 2010), viermal Pokalsieger (2007, 2009, 2010 und 2012), holten die Champions League (2012) und die Europa League (2013).
Eine Erfolgsgeschichte, die immer mehr Nachahmer findet. Überall in Europa versuchen heute milliardenschwere Investoren (u.a. Monaco, Arsenal, Paris) an Europas Spitze zu gelangen – wie damals Abramowitsch.

Montag, 24. Juni 2013

+++PEP GUARDIOLA IST OBSESSIV, OHNE ZU NERVEN!+++


Das Büro des früheren Weltmeistertrainers César Luis Menotti liegt seit Jahrzehnten mitten in Buenos Aires. Der künftige Bayern-Trainer Pep Guardiola hat ihn zu einem seiner Vorbilder erklärt – da will man Menotti natürlich sprechen, ehe Guardiola jetzt in München anfängt. Anrufe und Mails gehen erst ins Leere, nicht ungewöhnlich bei ihm, eine Verabredung versinkt im Gewitterregen. Dann empfängt Menotti sehr unkompliziert in diesem etwas düsteren Apartment. Hemd weit offen, graue Mähne. Schlank. El flaco, der Dünne. Auf dem Schreibtisch liegt ein Bild von Che Guevara, der wie Menotti und Lionel Messi aus Rosário stammt. An den Wänden hängen Fotos mit Diego Maradona, Alfredo Di Stéfano, Johan Cruyff und anderen Mythen des Weltfußballs sowie mit dem Schriftsteller Jorge Luis Borges. Auf alten Schränken stapeln sich noch ältere Zeitungsausschnitte. Menotti wird 75. Der Aschenbecher des legendären Kettenrauchers ist auffällig leer. 


Der begehrteste Trainer der Welt nimmt seine Arbeit beim FC Bayern auf. Pünktlich zum Dienstantritt: ein Interview mit Pep Guardiolas großem Vorbild César Luis Menotti.  (SZ)


SZ-Magazin: Sie rauchen nicht mehr?

César Menotti: Vor zwei Jahren habe ich aufgehört, am 3. Mai. Ab und zu eine Zigarre, bei einem Fest, in einer Runde, aber keine Zigaretten. 

War es sehr schlimm?

Ich hatte es mir noch schlimmer vorgestellt. Ist ja alles mental. Am schwierigsten wird es, wenn du allein bist, dann willst du rauchen. Aber das verändert wirklich dein Leben. Ich schwimme auf meiner Finca drei, vier Bahnen im Pool, früher konnte ich schon nach einer Bahn nicht mehr. 

Ihre Fußball-Sucht dagegen hat nicht nachgelassen, obwohl Sie schon länger keine Mannschaft mehr trainieren?

Ich schreibe viel und studiere den Fußball immer mehr. Ich debattiere gern über Fußball, das ist so ein hinreißendes Spiel, so komplex. Wenn ich manchen Leuten zuhöre, dann ist es, als ob sie von einem anderen Spiel sprechen. Ich sagte mal zu einem Spieler, der ständig den Ball am Fuß hatte: Weißt du, was das Einzige ist, was man beim Fußball mitnimmt? Die Tasche mit Wäsche, Rasierapparat und Shampoo – das trägt man mit sich herum. Den Ball spielt man ab. 

Sie sprechen vom »linken Fußball«, der für den romantischen, offensiven Stil mit kurzen, eleganten, schnellen Pässen steht. Und dem »rechten Fußball«, der den hässlichen, defensiven, körperbetonten Stil charakterisiert. Beim linken Fußball sind Sie immer noch eine Referenz. 

Viele Leute fühlen sich von mir repräsentiert, weil oft so furchtbar schlecht gespielt wird. Schon in Rosário hatten wir großartige Spieler und ein wunderbares Spiel, auch Messi stammt von dort. Oft mache ich Witze und sage, ich weiß nicht, ob der heutige FC Barcelona gegen meinen FC Barcelona von 1984 gewinnen würde. Da gab es noch keine zehn Ausländer, nur zwei. Ich hatte Diego Maradona und Bernd Schuster, und beide waren lange verletzt.

Der Bayern-Trainer Pep Guardiola verehrt Sie. Er kam 1984, als Sie Trainer in Barcelona waren, gerade zu Barças Nachwuchs, mit 13. Viel später besuchte er Sie in Buenos Aires. Wie fühlt man sich als Mentor des Wundertrainers?

Guardiola ist ein Trainer aus unserer Ecke, aus Berufung. Als er 2007 beschlossen hatte, Trainer zu werden, kam er nach Argentinien und rief mich an. Wir gingen essen und blieben von neun Uhr abends bis drei Uhr morgens im Lokal sitzen. Das war, bevor er die zweite Mannschaft des FC Barcelona übernahm. Ich habe viel Zuneigung und Respekt für ihn, er ist ein Fachmann und lerneifrig. Er wusste genau, was er wollte. 

Trotzdem brauchte er Rat?

Er wollte sein Wissen erweitern. Es ist so, als ob du zwar weißt, wie eine Geige klingen soll, aber trotzdem Geigenlehrer befragst. So fuhr er überall herum. Traf Leute wie Marcelo Bielsa, Arrigo Sacchi und mich, um seine Ideen zu festigen. Als er anfing, war er sehr gut vorbereitet.

Inzwischen gilt Pep Guardiola als Magier, weil er mit dem FC Barcelona alles gewonnen hat. Dann zog er mit seiner Familie zum Sabbatical nach Manhattan, aß mit Woody Allen und unterschrieb beim FC Bayern. Was für ein Typ ist er?
Ein großartiger, intelligenter Trainer, der den Fußball liebt, aber nicht nur den Fußball. Frei nach Hippokrates: Wer nur die Medizin kennt, der weiß nichts von der Medizin, und wer nur vom Fußball was versteht, der versteht nicht mal was vom Fußball. Guardiola kennt mehr als nur Fußball. Der Junge ist kulturell gebildet, mag Theater. Und er hat ein gutes Gehör, der Fußball braucht auch Ohren. 

Ohren?

Der Fußball klingt in deinem Kopf als Trainer. Entweder klingt er wie eine Herde wilder Pferde oder wie ein Sinfonieorchester mit Violinen wie Iniesta und einem Cello wie Busquets. Eine Fußballmannschaft ist wie ein Orchester, ein Ergebnis von Proben und Einsatz der Musiker. 

Guardiola hatte beim FC Barcelona einige der weltbesten Spieler, vorneweg Ihren Landsmann Lionel Messi. Kann man mit solchen Leuten etwas falsch machen?

Ich schrieb mal, dass Guardiola als Trainer den Goldenen Ball des Weltfußballers hätte bekommen müssen. Er antwortete mir und schwärmte wieder nur von seinen Spielern. Er ist so bescheiden, ich habe ihn fast ausgeschimpft. Ich glaube, Pep hat diese großartigen Spieler noch großartiger gemacht. 

Wie geht das?

Er hat eine Vorstellung, wie sein Orchester klingen soll. Wenn einem Trainer nur wichtig ist zu gewinnen, dann wird es schwieriger. Deshalb klang das bei ihm so perfekt. Außerdem hat er seinen Spielern etwas in den Kopf gesetzt, was andere Mannschaften nicht haben: Aus der Ordnung heraus gibt es eine große Freiheit für das Abenteuer. 

So wie bei Jorge Luis Borges, der schrieb, Literatur sei Abenteuer und Ordnung?

Genau, aber immer wieder mit sofortiger Rückkehr aus dem Abenteuer zur Ordnung. Wer das nicht eingehalten hat, den hat Guardiola ausgewechselt. 

Ist das so ungewöhnlich?

Es gibt sehr wenige Trainer auf der Welt, die die Kabinentür aufmachen und sagen: »Guten Tag, meine Herren«, und die Spieler wissen, was sie spielen sollen. Ich kann heute noch zu einem 15-Jährigen gehen, und der weiß, was ich will. Dass er nicht 20 Meter mit dem Ball laufen, sondern erst passen und dann rennen soll, solche Sachen. Ich muss das nicht mehr sagen. Wie viele gibt’s davon? 

Außer Guardiola machen es auch andere jüngere Trainer wie Jürgen Klopp von Borussia Dortmund nicht schlecht, oder?

Zum Beispiel. Dortmund hält das in den wichtigen Spielen nur nicht durch. Die spielen im Smoking, aber wenn noch 15 Minuten zu spielen sind und das Fest schwierig wird, dann ziehen sie den Smoking aus und streifen den Overall über, und dann spielen sie am schlechtesten. Wie gegen Real Madrid und Bayern München. Die Bayern haben auch deshalb gegen sie gewonnen. Man braucht viel Überzeugung, Klarheit und Charakter. Eine Meisterschaft gewinnt jeder, den Europacup haben auch schon viele Dummköpfe und Ignoranten gewonnen. Aber in fünf Jahren 15 von 19 Titeln gewinnen wie Guardiola und dabei Spieler austauschen, die zusammen 50 Tore geschossen haben, so einen musst du erst mal finden. Für mich ist die Arbeit Guardiolas brillant, fast einzigartig. 

Kommt Pep Guardiola nun zu spät? Die Bayern haben mit dem altersweisen Jupp Heynckes gerade alle Titel abgeräumt. Im Mai war Guardiola für einen Vortrag wieder in Buenos Aires und nachher wieder mit Ihnen essen. Ist er nervös?

Ja, er ist besorgt. Zum ersten Mal, seit der Fußball erfunden wurde, geht ein Trainer, der Champions League, Meisterschaft, Pokal und Supercup gewonnen hat. Wo hast du so was schon mal gesehen? Normalerweise kommt ein neuer Trainer, wenn es schlecht läuft. José Mourinho ging bei Real Madrid, weil er nichts gewonnen hat. Bayern hat alles gewonnen. Aber für mich ist Guardiolas Verpflichtung eine wunderbare Idee. 

Trotz der Erfolge seines Vorgängers?

Auch Bayern braucht einen neuen Anstrich. Solche Mannschaften begnügen sich nicht damit, eine Meisterschaft und eine Champions League zu gewinnen, die wollen jedes Mal Protagonist sein. Ich glaube, Guardiolas Vorstellungen sind sehr gut, auch wenn es nicht einfach wird in der Bayern-Familie mit Rummenigge, den ich gut kenne, Beckenbauer und so. Pep freut sich auf die Aufgabe, auch die Stadt gefällt ihm. Er spricht gut Englisch und Italienisch, Deutsch wird ihm nicht schwerfallen. Ich glaube, er übertreibt mit seiner Nervosität, er wird sich leicht verständlich machen. Ich finde, er ist ein sehr deutscher Katalane, geordnet, ernsthaft. Er arbeitet viel, trainiert viel. Seine Persönlichkeit passt zu München, das ist die Stadt für ihn. 

Wie ist München denn Ihrer Meinung nach?

Da begrüßen dich die Leute freundlich – hier in Argentinien und in Spanien fallen sie über dich her. In München wird er mit seiner Frau und seinen Kindern auch dann herumlaufen können, wenn er ein Spiel verloren haben sollte. Ich habe sogar den Eindruck, dass einige Bayern innerlich jetzt schon für Pep spielen. Manche Spieler hielten den Ball früher länger, waren eher Individualisten. Pep wird sehr zufrieden sein. Ich persönlich liebe München, für mich ist das eine der besten Städte der Welt. Besser als Paris. Ich war seit 1979 jedes Jahr in München, war bei vielen Festen. Irgendein idiotischer argentinischer Journalist sagte, dass um sechs Uhr nachmittags in München alle schon im Bett seien. Der Depp kannte die Münchner Nächte und Frauen nicht, der muss in einem Keller gewesen sein. 

München und die Bayern dürfen sich also auf Pep Guardiola freuen?

Die Spieler wissen schon, was er will. Außerdem ist er obsessiv, ohne zu nerven. Schaut viele Spiele, studiert, kennt seine Spieler und will korrigieren, ohne die Schuld abzuladen. Der Argentinier Javier Mascherano vom FC Barcelona hat mir gesagt, Guardiola sieht Sachen, die dir auf dem Platz enorm helfen. Die Spieler schätzen ihn sehr. Guardiola weiß genau, was der Linksverteidiger bei Bayern macht, welche Schuhgröße der hat und ob er schlecht schläft. Er versteht, dass die einzige Wahrheit des Lebens das Lernen ist, bis zum Tod. 

Hört sich fast übereifrig an. Wie macht man ein Team wie die Bayern noch besser?

Er wird den Erfolg zu stabilisieren versuchen. Aber sein höchstes Ziel wird es sein, eine emotionale Beziehung zwischen Publikum und Mannschaft herzustellen. Damit, selbst wenn Bayern verliert, die Leute sagen: Wir haben verloren, aber wie gut haben wir gespielt! Es gibt zwei Wege: Entweder man verwandelt den Platz in ein Schlachtfeld, wo die wilden Pferde herumlaufen. Oder du machst ihn zu einer Werkstatt, in dem Handwerker Kunstwerke schaffen. Das ist Guardiola. Wenn du einer Mannschaft von Guardiola zuschaust, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sie dich der Schönheit annähert. 

Inzwischen ist der deutsche Fußball überhaupt hübsch anzusehen, oder?

Ich wusste noch nie, wieso alle nur von Kraft und Disziplin der Deutschen reden, das ging mir schon immer auf die Nerven. Da gab es Overath, Beckenbauer und so weiter. Die spielten gut, sie hatten nur nicht immer den richtigen Trainer. Und wenn 
jemand was von Philosophie, Musik, Literatur, Kreativität und Kunst versteht, dann die Deutschen, trotz der Kriege. Die Deutschen sind lustige Typen, saufen bis sechs Uhr morgens und stehen um acht Uhr wieder auf der Matte. Die Deutschen bauen schöne Autos. Jetzt spielen sie auch noch herrlich Fußball. Ihr habt ein wunderbares Land. In München fahren Frauen auf Fahrrädern mit ihren Kindern hinten drauf, keine Huperei den ganzen Tag wie hier. Guardiola wird sehr glücklich sein. 

Welchen Einfluss hat ein Trainer?

Welchen Einfluss hatte Ihr Mathelehrer? Ein schlechter Lehrer macht dir das Leben zur Hölle, deshalb hasste ich Mathematik. Ein großartiger Trainer mit großartigen Spielern bildet ein großartiges Team. Ein großartiger Dirigent mit großartigen Musikern bildet ein großartiges Orchester. Ein schlechter Trainer kriegt nur Mittelmaß zusammen, da kann er die besten Geiger holen. Und du musst es schaffen, dass sie dich nicht nur wegen deiner Fähigkeiten als Trainer akzeptieren, sondern auch als loyale Person. Fußball ist eine große Verpflichtung. 

Hat erst Guardiola Messi zum weltbesten Stürmer gemacht?
Guardiola hat Messi geführt und auch mal draußen gelassen, ihn immer in einer Funktion eingesetzt und nie als Erlöser. In Argentinien schicken sie Messi zu irgendwelchen Freundschaftsspielen sonstwohin, weil die Partie dann Millionen Dollar wert ist. Eine Schande. 

Bei seinem Auftritt in Buenos Aires wurde Guardiola kürzlich als Guru verkauft. Ein bisschen übertrieben?

Pep hat in Barcelona gezeigt, dass er auch in Stürmen die Kontrolle über das Schiff behält, ohne dass man in der Kabine etwas merkt. Aber das hat nichts mit Magie zu tun. Wir sprechen von einem jungen Mann vor einer großen Herausforderung in einem großartigen Club. Da kommt ein Champion zu einem Champion. 

Haben Spanien und Deutschland Sie wieder mit dem Fußball versöhnt?

Mich und viele andere. Die Bundesliga wird man mit Guardiola noch mehr anschauen als die spanische Liga. Heute gehe ich in mein Restaurant, und die Leute fragen mich, ob ich das Superspiel der Deutschen gesehen habe. Alle reden von Deutschland. Ich glaube, das hat viel zu tun mit der WM 2006, mit Klinsmann, der früher mein Stürmer in Genua war, und diesem Jungen, der das jetzt macht … 

… Joachim Löw?

Genau, der. Plötzlich haben die Deutschen Fahnen rausgeholt, ich hatte in Deutschland noch nie so viele Flaggen in einem Stadion gesehen. Hier ist das normal, aber in Deutschland? Klinsmann hat anders spielen lassen, eine andere Botschaft verbreitet. Es gab da einen großen Wandel. Ich glaube, Bayern und Borussia Dortmund verlagern das Gewicht aus Spanien nach Deutschland, mit Guardiola noch mehr. Das steckt an. Es gibt viele ausgezeichnete Spieler. Dieser Junge, den die Bayern gekauft haben … 

… Mario Götze?

Ja, wie alt ist der, 21? Und wollten die nicht auch noch diesen Mittelstürmer von Dortmund? 

Bayern kauft Dortmund für 37 Millionen Euro Götze weg, Barcelona zahlt 57 Millionen Euro für Neymar. Was sagt einer zu solchen Summen, der sich wie Sie »hormoneller Marxist« nennt? 
Der Ausdruck stammt vom Schriftsteller José Saramago, aber ich fühle mich auch so. Ich empfinde eine gewisse Abscheu für den Kapitalismus. Ich glaube, dass es keine dermaßen ungerechte Welt geben darf. Aber gut, wir leben alle vom Geschäft Fußball. Man soll nur innerhalb dieses Systems das Kulturgut Fußball respektieren, das Spiel. Heute gehört der Fußball dem Big Business, und wenn da beschlossen wird, dass um drei Uhr morgens gespielt wird oder in Afrika, dann spielt man um drei Uhr morgens oder in Afrika. Argentinien und Brasilien haben heute keine Fußballkultur mehr. Früher war es in Europa so, jetzt ist es umgekehrt. 

Welche Rolle spielt das Fernsehen? Es wird ja jedes Spiel übertragen, so schwach es auch sein mag.

Man muss einen sehr scharfen Blick haben und viel wissen, um Fußball im Fernsehen zu verstehen. Man muss sehen, wie die anderen stehen, ob die Innenverteidiger die Räume eng machen, ob anderswo Räume geschaffen werden, ob sich der Ballbesitz lohnt. Im Fernsehen siehst du fast nichts. Die Kamera folgt dem Ball, aber wenn Messi ihn hat, dann weißt du nicht, wo Piqué ist. 

Sie wurden 1978 unter einer blutigen Militärdiktatur Weltmeister. Bereuen Sie das heute?

Nein. Es gibt nichts Größeres, als zu Hause eine WM zu gewinnen. Und glauben Sie, der Diktator Jorge Videla hätte die Diktatur erfunden? Er war nur einer von den Mörderhunden, aber nicht der Besitzer der Hunde. Das ging tiefer und schon vorher los, dahinter steckten die Wirtschaft, der wilde Kapitalismus, die Monopole. Mich, einen Linken, wollte die Militärjunta erst rauswerfen. Den Generälen hat die WM nicht viel geholfen, der Schuss ging eher nach hinten los. Wir haben 20 Millionen Menschen auf die Straße gebracht, trotz Angst und Sperrstunde, obwohl sich sonst nicht mal drei Leute versammeln durften. Nur der Fußball schafft so was.

Heutzutage soll der Fußball offenbar das ganze Leben erklären. Camus sagte …

… dass er alles, was er über Moral wisse, auf dem Fußballplatz gelernt habe. Weil Fußball ein Krieg der Worte ist. Man darf die Hände und Arme nicht benutzen, schon der Versuch einer Ohrfeige wird sanktioniert. Es kommt dann natürlich auf den Schiedsrichter an, wie auch sonst im Leben, aber die Regeln sind klar. Der Spieler und der Schiedsrichter haben alles, um den Rasen nicht zu einem Schlachtfeld zu machen. Und nicht zu vergessen: Das Spielfeld ist sehr groß, 7000 Quadratmeter. Wenn du das durch zehn Feldspieler teilst, dann muss sich jeder um 700 Quadratmeter kümmern, das ist schwierig. 

Ist Fußball immer noch das beste Spiel?

Fußball ist ein sehr weises und wunderschönes Spiel. Das Geheimnis des Fußballs ist Zeit, Raum und Täuschung. Wie im Leben. Mit der Zeit umgehen, Räume finden und mit der Täuschung zurechtkommen. 





Sonntag, 16. Juni 2013

+++NEYMAR BRAUCHT NOCH EUROPÄISCHE FUSSBALLKUNDE+++


FCB ist nicht gleich FCB!

+++"DON JUPP" TRITT VON DER BÜHNE, oder warum das Aufhören im größten Erfolg schön, aber um so mehr klug ist+++


Bayern Münchens Triple-Giganten-Trainer Jupp Heynckes (68) beendet seine Karriere!

Der Triple-Gigant wird keinen anderen Verein mehr trainieren, auch ein zukünftiges Engagement bei einer Nationalmannschaft schließt er aus. Bei seinem Abschied von den Bayern hatte er weitere Engagements zunächst nicht ausgeschlossen.
Jetzt legt sich Heynckes in einem Gespräch mit dem „Spiegel“ fest: „Ich habe zwar etwas gegen Endgültigkeit. Aber ich kann Ihnen versichern: Ich habe nicht vor, noch einmal zu trainieren. Ich hatte einen würdigen Abschluss.“

Triple-König Heynckes will nie wieder Trainer sein!

Drei Tage nach dem gewonnenen Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart hatte Heynckes auf einer Pressekonferenz seine Zukunft noch offen gelassen und angekündigt, eine Auszeit nehmen zu wollen.
Fest stand vorher nur: In der Bundesliga wird er nicht wieder trainieren. Bei den Bayern ist Schluss, zur neuen Saison kommt Pep Guardiola. Und auch einen anderen Bundesliga-Klub will Heynckes nicht mehr übernehmen.
Doch seinen endgültigen Rücktritt wollte Don Jupp nicht verkünden. Heynckes damals: „Das letzte Jahr war wahnsinnig anstrengend. Ich mache jetzt erst einmal Urlaub.“

Selbst Real Madrid, die Heynckes 1998 zum Champions-League-Sieg führte, konnte Jupp nicht zum Nachfolger von José Mourinho überreden. Angebote gab es genug, doch Heynckes verzichtet ab sofort Trainerbank!

Heynckes blickt auf die Giganten-Rekord-Saison mit den Bayern zurück.

Der Gewinn von Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal sei vor allem deshalb möglich gewesen, weil alle Münchner Spieler „ihre Egoismen überwunden haben, selbst die, die das vorher nie gelernt hatten. Sogar Robben und Ribéry haben plötzlich Defensivaufgaben übernommen“, sagte Heynckes.
Die frühzeitige Verpflichtung von Pep Guardiola als seinen Nachfolger bereits im Winter bezeichnet Heynckes in dem Spiegel-Interview als „richtige Entscheidung für einen Generationswechsel. Bayern musste zugreifen. Wenn die Bayern keinen adäquaten Ersatz gefunden hätten, hätte man noch mal miteinander reden können. Aber so, wie es jetzt ist, ist es mir am liebsten.“

Heynckes übergibt dem ehemaligen Barca-Startrainer die vielleicht beste Fußball-Mannschaft der Welt. Große Fußstapfen für Guardiola...